Georg Hoprich

weil wir gerade in einem anderen Zusammenhang darauf zu sprechen kamen, sei an dieser Stelle auf den rumäniendeutschen Autoren Georg Hoprich verwiesen. bei Reinecke und Voss erschien der Band  Bäuchlings legt sich der Himmel.

darin findet sich Folgendes:

 

Ein Lied vorbei

 
Verblichnes Land auf müden Füßen

sinkt lautlos in den Raum.

Es hindert um die kühlen Vliessen

und um den Winterbaum.

 
Der Baum wuchs auf im Glockenschäumen

aus der Vergangenheit.

Ein Lied vorbei an kahlen Träumen,

ein weisses Schweigen weit.

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Ein Kommentar zu “Georg Hoprich

  1. Der Weg

    Weg der mich aufnimmt als eines Sternes
    dürres Getön.
    Über den Worten verklärt sich ein fernes
    Morgengeschehn.

    Hiessest mich wandern. Dunklern Gebieten
    war ich der Gast,
    tragend das Einsam und das Geliebte,
    tragend die Last.

    Seltsamer Keim im Gewebe der Tage,
    schwelendes Hell.
    Hiessest mich wandern, du meiner Frage
    grauer Gesell.

    Hoprich 1965

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